Kinder und Glücksspiele im Internet - Tipps zum richtigen Umgang

Das Smartphone ist heute auch aus dem Leben von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Spätestens ab dem 12. Lebensjahr lässt sich den Bitten der Kinder nach dem eigenen Smartphone kaum noch widersprechen. Entsprechend haben dem Medienpädagogischen Forschungsverband Südwest zufolge heutzutage 92 Prozent der 12-19-Jährigen ein eigenes Gerät. Wie mit dem Kinderwunsch nach einem eigenen Handy mit Internetzugang umzugehen ist, haben wir auch schon auf unserer Seite thematisiert.

 

Zwar bringt das Smartphone für Kinder auch aus Elternsicht einige Vorteile mit sich, z.B. eine schnelle Kommunikation oder eine GPS-Ortung des Kinder über eine App, allerdings bergen die Geräte auch einige Gefahren.

 

Kinder mit ihren Smartphones: Verantwortungsvoller

Umgang will gelernt sein

Bild: copy Syda Productions - Fotolia.de

 

Eltern können das Telefon ihrer Kinder nur schwer kontrollieren, haben Angst, dass sie süchtig werden, denn sie legen es fast nie aus der Hand. Sie wissen nicht, was sich die Kinder im Netz ansehen oder welche Applikationen sie herunterladen.

 

Die Gefahr Glücksspiele im Internet

 

Obwohl es Jugendlichen unter 18 in Deutschland verboten ist Glücksspiele zu spielen, sind rund 3 Prozent der 13-19-Jährigen spielsüchtig. Kinder können beispielsweise leicht auf gratis Casino Apps stoßen, auch wenn die meisten das Verantwortungsvolle Spielen - Spielen erst ab 18 unterstützen. Da Kinder und Jugendliche über wenig Geld verfügen, ist der Reiz eines Glücksspiels sehr groß. Besonders beliebt sind hier auch Spiele im Internet, denn hier kann das Alter des Spielers nur schwer kontrolliert werden.

 

Das Glücksspiel in den Online Casinos ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Um das Spielen von Glücksspielen unter Minderjährigen zu verhindern, unterstützen die Online Casino das Verantwortungsvolle Spielen - Spielen ab 18. In den Nutzungsbedingungen der Online Casinos wird stark darauf hingewiesen, dass es Minderjährigen untersagt ist, in dem besagten Casino zu spielen. Jedes Online Casino hat das Recht nach einem Altersnachweis zu fragen. Besteht jedoch der Verdacht, dass ein Minderjähriger spielt, wird dessen Konto umgehend gesperrt. Auch wenn die Online Casinos einiges tum, um das Spielen von Minderjährigen zu verhindern, ist es ihnen unmöglich, jeden einzelnen Vorfall zu verhindern.

 

Das können Eltern tun, um eine Glücksspielsucht der Kinder zu verhindern

 

Hier wird an die Eltern der der Minderjährigen appelliert. Eltern müssen bestimmte Sicherheitsvorkehrungen erheben, um den Zugang zu diesen Seiten zu verhindern. Bewahren Sie Ihre Kreditkarten und Kontodaten vor Ihren Kindern auf. Eine weitere Maßnahme ist die Aufklärung. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es ganz nett ist, hin und wieder mal zu spielen, verdeutlichen Sie aber auch gleichzeitig, welche Gefahren und Konsequenzen Glücksspiele mit sich bringen können.

 

Über Glücksspiel zu reden hilft den Kindern, selbst eine gut begründete Entscheidung bezüglich ihres Verhaltens zu treffen.

 

Es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein, dass Kinder mit höherer Wahrscheinlichkeit zum Glücksspiel greifen, wenn sie Familienmitglieder beim Glücksspiel sehen. Das Glücksspiel im Haus einzuschränken oder ganz zu beenden und stattdessen Familienaktivitäten außerhalb von Glücksspiel und Co. zu gestalten, hilft dabei, eine förderliche Umwelt für das Kind zu schaffen.

 

Sechs Schritte zur Hilfe bei Problemen mit Glücksspielen bei Kindern

 

Wenn Sie denken, dass Ihr Kind Glücksspiele spielt, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, unter allem die, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir haben einige Schritte für Sie aufgelistet, die sie in einem solchen Fall unternehmen könnten:

  • Informationen zu Glücksspielen und deren Risiken einholen
  • Sich über das eigene Glücksspiel-Verhalten bewusst werden
  • Gespräche zum Thema Glücksspiel anregen
  • Dem zuhören, was Ihr Kind zu sagen hat
  • Die Dauer, das eingesetzte Geld oder die Häufigkeit des Spielens einschränken, wenn die Probleme nicht besonders groß sind
  • Bei größeren Problemen professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

 

Eine sehr gute Hilfe ist auch eine Kinderschutz App: Auf einem Smartphone oder Computer installiert, können Eltern einstellen, welche Funktionen für ihre Kinder verfügbar sein sollen und welche gesperrt sind. Wir haben die Kaspersky Safe Kids App getestet.

 

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